Das Mobbing-Tagebuch

 

Wenn man die Vermutung hat, dass man gemobbt wird, ist ein Mobbing-Tagebuch ein sehr hilfreiches Instrument. Ein Mobbing-Tagebuch dient sowohl der eigenen Bewusstwerdung über den Konfliktverlauf, der Klärung der eigenen Gefühle, und juristisch als Nachweis und Erinnerungsgrundlage z. B. vor Gericht. Ein solches Tagebuch sollte regelmäßig geführt werden. Als eine Kurzbeschreibung für einen Eintrag in ein solches Tagebuch gilt die Antwort auf die Fragen:

  • „Wann hat wer was, wo und wie gegen mich getan?“
  • „Wer war Zeuge oder was kann als Beweis dienen?“

Gerade beim „Was“ ist es wichtig, dass Aussagen möglichst zeitnah und möglichst im genauen Zitat niedergeschrieben werden sollten. Die nachstehenden Punkte stellen Hilfen zum Verfassen eines Mobbing-Tagebuchs dar. Bei der konkreten Beschreibung des Vorfalls können Sie sich auch am LIPT oder an den 100 Mobbing-Handlungen nach Wolmerath und Esser orientieren, u. a. um einen bestimmten Vorfall korrekt einzuordnen.

Person mit Kugelschreiber

Zeitpunkt  
  • Datum
  • Uhrzeit
Konkrete Beschreibung des Vorfalls
  • Was ist heute genau vorgefallen?
  • Wer war beteiligt?
  • Was war Auslöser der Handlung?
  • Welche äußeren Bedingungen/Umstände lagen vor?
  • Was sollte die Handlung als Ziel treffen? (z. B. Zusammenarbeit, Selbstachtung, Wohlbefinden, soziales Ansehen, Arbeit und Leistungsfähigkeit)
  • Ist ein bestimmter Anlass oder eine tieferliegende Ursache zu erkennen?
  • Welche Gefühle wurden bei mir ausgelöst?
  • Wie habe ich auf den Vorfall reagiert?
 
Zeugen
  • Wer oder was hat mich unterstützt?
  • Gibt es Zeugen oder Beweise?